GIPFELBLICKE AUF EUROPA
Letzte Aktualisierung: 04.12.2016
© Erich Arndt
Die höchsten natürlichen Erhebungen in den europäischen Ländern
SERBIEN
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Europa
Midzor 2.169 m
Geografie.
Der
Midžor
ist
ein
Berg,
der
im
westlichen
Teil
des
Balkangebirges
,
an
der
serbisch-
bulgarischen
Staatsgrenze,
liegt.
Er
ist
der
höchste
Berg
in
Zentralserbien
außerhalb
des
Kosovo.
Das
Balkangebirge,
bulgarisch
und
serbisch
Stara
Planina
genannt,
ist
ein tertiäres Faltengebirge, dessen Hauptkamm im heutigen Bulgarien liegt.
Unsere Aufstiegsroute:
Der
Aufstieg
von
Serbien
beginnt
am
Hotel
Babin
Zub
(Бабин
зуб
-
1.577
m).
Auf
einem
markierten
Bergwanderweg
führt
eine
einfache
Route
ca.
8 km
über
eine
alpine Graslandschaft auf das weitläufige Gipfelplateau zum höchsten Punkt.
Unsere Abstiegsroute:
Wie Aufstieg
Anstrengung:
Einfache Bergwanderung (T2) auf markiertem Pfad.
Ausrüstung:
Trittsichere
Schuhe.
Da
das
Wetter
am
Gipfel
ziemlich
rau
sein
kann
(120
Schneetage im Jahr), ist Wetterschutzkleidung zu empfehlen.
Gefahren:
Die
Besteigung
erfordert
keine
Hochgebirgserfahrung.
Bei
Nebel
können
Orientierungsprobleme auftauchen. Es besteht keine Absturzgefahr.
Bemerkungen:
Nach
der
Tafel
auf
dem
Gipfelstein
soll
der
Berg
im
Juli
1890
vom
Botaniker
Lujo
Adamović
erstmals
bestiegen
worden
sein,
wahrscheinlicher
ist
aber,
dass
Schäfer
den begrasten Gipfel schon Jahrhunderte zuvor aufsuchten.
Auf
Serbisch
heißt
der
2.169 m
hohe
Grenzberg
Миџор
(Midžor),
auf
Bulgarisch
Миджур (Midžur).
Im Reisetagebuch geblättert
(Dienstag, 17.06.2014)
Von den Südkarpaten geht’s ins Balkangebirge auf den Midžor
Mit
leichtem
Muskelkater
in
den
Beinen
geht
es
um
7:00
Uhr
aus
den
Federn.
Das
geruhsame
Frühstück
im
Premier
Hotel
im
rumänischen
Sibiu
lässt
den
Tag
gut
angehen.
Die
Bewölkung
und
der
leichte
Nieselregen
am
Morgen
stören
nicht.
Um
9:00
Uhr
startet
die
Fahrt
nach
Serbien.
Danny
chauffiert
.
Die
Tour
durch
das
Land
zeigt
das
schon
beschriebene
Bild.
Wo
sonst,
wenn
nicht
in
diesen
vergessenen
rumänischen
Dörfern,
kann
man
Dutzende
Storchnester
sehen,
in
denen
Adebar
seinen
Nachwuchs
aufzieht?
Zur
Mittagsstunde
ist
die
Grenze
zu
Serbien
erreicht.
Es
gilt
die
mitteleuropäische
Sommerzeit.
Nach
der
Donauüberquerung
gehen
heftige
Regenschauer
nieder.
Am
Straßenrand,
unter
dem
schützenden
Dach
eines
Wartehäuschens,
wird
ein
Imbiss
aus
der
Provianttasche
genommen.
Gegen
16:00
Uhr
ist
das
Tagesziel,
der
Wintersportort
Babin
Zub
(Großmutters
Zahn),
in
Südostserbien
erreicht.
Der
Babin
Zub
ist
ein
Gipfel
in
der
Stara
Planina,
dem
Balkangebirge.
Seine
Höhe
beträgt
1.780 m,
seine
Form
ist
bizarr,
denn
der
Gipfel
steigt
in
Form
eines
Eckzahnes
senkrecht
in
den
Himmel.
Der
Midžor,
Serbiens
höchste
Erhebung,
liegt
8 km
entfernt.
Das
Personal
im
Hotel
„
Babin
Zub
“,
dessen
einzige
Gäste
wir
sind,
zeigt
sich
den
deutschen
Neuankömmlingen
zurückhaltend.
Ich
vermute,
dass
auf
dem
Grund
ihrer
Seelen
die
Vergangenheit
des
Balkankrieges
drückt.
Nachdem
das
Dreibettzimmer
bezogen
ist,
gehen
Brigitte
und
ich
die
Gegend
erkunden,
Danny
liest
einen
Roman.
Um
18:00
Uhr
verfolgen
die
Fußballfans
am
Griesel-Bild
des
kleinen
Zimmerfernsehers
bei
einem
Gläschen
Rotwein
das
Gruppenspiel
der
Fußball
WM
zwischen
Deutschland
und
Portugal.
Die
Mannen
von
Superstar
Cristiano
Ronaldo
werden
mit
4:0
gedemütigt.
So
kann
es
weitergehen.
Im
All-inclusive-
Hotel
„
Großmutters
Zahn
“
futtern
die
Sachsen
zum
Abend
Frikadellen,
Pommes
und
Gemüse.
Das
serbische
Jelen
Pivo
schmeckt so gut wie das heimische Urkrostizer.
In
den
frühen
Morgenstunden
des
neuen
Tages
wird
das
Land
gewaschen.
Nach
dem
Bergsteigerfrühstück
–
zwei
Spiegeleier,
Brot
und
Tee
–
schultern
wir
die
Rucksäcke
und
wandern
in
einem
„
Waschküchenwetter
“
los.
Der
gut
markierte
Weg
führt
ca.
8 km
über
eine
alpine
Graslandschaft
zum
Midžor,
Serbiens
höchstem
Berg.
Je
näher
der
Gipfel
kommt,
je
gnadenloser
fegt
der
Wind
über
die
kahlen
Flächen
des
Grenzlandes.
Der
Gipfelaufenthalt,
mal
auf
bulgarischer,
mal
auf
serbischer
Seite,
fällt
kurz
aus.
Am
Fuß
des
Berges
wird
an
windgeschützter
Stelle
gerastet,
bevor
es
weiter
talwärts
geht.
Die
Wolken
lichten
sich
und
geben
Blicke
ins
Umland
und
auf
die
blumenübersäten
Bergwiesen
frei.
Plötzlich
ist
die
Dreiergruppe
zu
sechst.
Drei
Hunde,
auf
einige
Brocken
Futter
hoffend,
haben
sich
zu
uns
gesellt.
Vor
der
Weiterreise
genehmigen
sich
die
Gipfelstürmer
noch
ein
Mittagessen:
Hühnersuppe,
Hühnchen
mit
Erbsen
und
Backpflaumen im Sud.
Das
Navi
leitet
uns
über
einen
schlaglochreichen
Weg
zur
serbischen
Stadt
Pirot.
Der
Tank
wird
gefüllt
und
die
restlichen
Dinar
für
Verpflegung
ausgegeben.
Um
16:00
Uhr
ist
ein
weiterer
Stempel
im
Pass,
an
der
Frontscheibe
klebt
eine
neue
Vignette,
der
Geldbeutel
wird
mit
Lewa
aufgefüllt
-
Bulgarien
ist erreicht.