GIPFELBLICKE AUF EUROPA
Letzte Aktualisierung: 03.12.2016
© Erich Arndt
Die höchsten natürlichen Erhebungen in den europäischen Ländern
SAN MARINO
Zum Seitenanfang
Zurück zur Startseite
Europa
Monte Titano 756 m
Geografie:
Der
Monte
Titano
ist
der
höchste
Berg
San
Marinos
und
hebt
sich
sehr
dominant
in
der
grünen
Hügellandschaft
rund
um
die
Hauptstadt
ab.
Während
der
Norden
des
kleinen
Landes
in
Richtung
der
Adriastrände
fast
auf
Meeresniveau
liegt,
erhebt
sich der Monte Titano bis auf 756 m.
Unsere Aufstiegsroute:
Vom
Gebäude
der
RTV
(Radiostation
San
Marino)
folgt
man
einem
gut
gehbaren
Pfad
entlang
der
Gratkante
den
Monte
Titano
bis
zum
höchsten
Punkt,
der
an
der
Wehrburg Seconda Torre La Cesta liegt.
Unsere Abstiegsroute:
Wie
gekommen
entlang
der
Gratkante
oder
beliebig
über
verschiedene
Wegvarianten in die Citta di San Marino absteigen.
Anstrengung:
Leichte Wanderung (T1). Gesamtweg ca. 3 km.
Ausrüstung:
---
Gefahren:
---
Bemerkungen:
San
Marino
ist
die
älteste
Republik
der
Welt.
Da
die
höchsten
Graterhebungen
des
Berges
von
den
Festungsbauten
La
Rocca
o.
Guaita
(1.
Turm)
und
La
Cesta
o.
Fratta
(2.
Turm)
eingenommen
werden,
ist
der
eigentliche
höchste
natürliche
Punkt
kaum
mehr
zu
betreten,
da
er
sich
im
Fundament
der
jeweiligen
Festungsbauten
verbirgt.
Im Reisetagebuch geblättert
(Sonntag, 06.09.2015)
Suche nach dem höchsten Punkt auf der Gratkante des Monte Titano
Nach
einer
„
traumhaften
Nacht
“
geht
es
um
6:15
Uhr
aus
den
Betten.
Das
Frühstücksbüfett
im
„
Garni-Technikerhaus
“
in
Innsbruck
bietet
ein
ausreichendes
Angebot,
sodass
wir
gut
gestärkt
die
nächste
Etappe
der
Reise
nach
San
Marino
angehen
können.
Die
Straßen
von
Innsbruck
sind
leer
-
es
ist
Sonntag.
Die
Temperatur
liegt
bei
10 °C,
graue
Wolkenlast
bedeckt
den
Himmel.
Auf
dem
Patscherkofel,
dem
Innsbrucker
Hausberg,
sind
Altschneefelder
zu
erkennen.
Nach
einer
halben
Stunde
Autofahrt
ist
Italien
erreicht.
So
wie
die
Berge
der
Alpen
langsam
aus
dem
Blickfeld
verschwinden,
lösen
sich
auch
die
Wolken
auf.
Die
Temperatur
steigt
bis
auf
25 °C
an.
Kurz
nach
der
Mittagsstunde
ist
die
kleine
Republik
San
Marino,
die
am
Rande
der
Abruzzen
liegt,
erreicht.
Das
Navi
führt
uns
zielsicher
zum
Hotel
„
Rossi
“
in
die
Via
25
Marzo
13.
Das
Bett
für
die
Nacht
steht
in
einem
gut
eingerichteten
Zimmer
mit
Blick
auf
die
Küstenstadt Rimini. In der Ferne funkeln die Wellen der Adria.
Nach
einem
Imbiss
aus
der
Versorgungstasche
starten
Brigitte
und
ich
zur
Tour
auf
den
höchsten
Berg
des
Zwergstaates,
den
geschichtsträchtigen
Monte
Titano.
Der
Berg
und
die
Hauptstadt Città
di
San
Marino
sind
übersät
mit
Burgen,
Palästen,
Gassen,
Kirchen
und
vor
allem
Souvenirläden.
In
der
Nähe
der
Rundfunk-
und
Fernsehstation,
in
der
Viale
J.
F.
Kennedy,
wird
das
Auto
geparkt.
Auf
einem
Wanderweg
geht
es
hinauf
auf
den
Grat
zum
Terza
Torre
Il
Montale.
Die
Wehrburg
wird
als
dritter
Turm
bezeichnet,
sie
ist
nicht
zugänglich
und
liegt
etwa
715 m
hoch.
Nach
einer
Rast
wandern
Brigitte
und
ich
zum
zweiten
Turm,
dem
Seconda
Torre
La
Cesta,
der
auch
Fratta
genannt
wird.
Da
diese
Wehrburg
auf
höchstem
Grund
stehen
soll
(756
m),
ist
sie
für
uns
besonders
interessant.
Der
ganze
Bau
ist
in
den
Felsen
integriert,
der
zugleich
sein
Fundament
bildet.
Auf
dem
Burggelände
einen
höchsten
natürlichen
Punkt
zu
identifizieren
ist
eine
Detektivarbeit.
Die
ganze
Bergspitze
scheint
in
den
Burgbau
integriert
zu
sein.
Eine
herausragende
Felskante
am
abfallenden
Grat
außerhalb
der
Festung
weist
mein
GPS
als
höchsten
Punkt
aus.
Wir
sind
sich
einig,
dass
diese
Stelle
der
„
echte
“
natürliche
Gipfel
von
San
Marino
sein
muss.
Es
sei
denn,
die
erste
Burg,
Prima
Torre
La
Rocca
auch
Guaita
genannt,
steht
auf
höherem
Grund.
Brigitte
und
ich
lösen
eine
Eintrittskarte
und
besteigen
die
Wehrburg.
Im
Innern
gibt
es
ein
Museum
mit
antiken
Waffen
zu
sehen.
Der
Weg
in
das
obere
Geschoss
führt
an
mittelalterlichen
Schwertern,
Lanzen,
Flinten,
Armbrüsten
und
Rüstungen
vorbei,
die
in
Vitrinen
ausgestellt
sind.
Die
Ausstellungsstücke
werden
kurz
beäugt,
dann
geht
es
über
eine
Treppe
in
den
zweiten
Stock
hinauf.
Von
einem
terrassenartigen
Ausguck
schweift
der
Blick
weit
über
das
Land
-
ein
richtiger
Gipfelblick.
Nach
dem
Abstieg
wandern
wir
zur
ersten
Festung.
Seit
1754
ist
sie
offizieller
Sitz
der
Festungswache
und
fand
über
mehrere
Jahrhunderte
lang
Verwendung
als
Gefängnis
–
zuletzt
1975.
Nach
der
Betrachtung
der
ehemaligen
Gefängniszellen
entdecke
ich
auf
dem
Burghof
einen
Felsen.
Er
scheint
hier
der
höchste
natürliche
Punkt
zu
sein.
Ich
messe:
Die
Höhenangabe
des
GPS
liegt
einen
Meter
unter
dem
Felssporn
der
La
Cesta.
Damit
ist
die
geografische
Aufgabe
geklärt.
Im
Innern
des
Turmes
geht
es
eine
steile
und
zudem
enge
Stiege
hoch.
Wer
einen
zu
üppigen
Körperumfang
hat,
kommt
hier
nicht
durch.
Zwei
weitere
Stiegen
führen
in
das
Dachstübchen.
Durch
die
Luken
wandert
der
Blick
über
das
Panorama des Umlandes.