GIPFELBLICKE AUF EUROPA
Letzte Aktualisierung: 29.11.2016
© Erich Arndt
Die höchsten natürlichen Erhebungen in den europäischen Ländern
LIECHTENSTEIN
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Europa
Vordere Grauspitze 2.599 m
Geografie:
Der
Doppelgipfel
der
Grauspitze
besteht
aus
dem
Hinteren
Grauspitz
(2.574m)
und
dem
Vorderen
Grauspitz
(2.599m).
Diese
Gipfel
befinden
sich
auf
der
Grenze
zur Schweiz in einem 2,5 km langen zackenreichen Grat.
Unsere Aufstiegsroute:
Vom
Ort
Malans
in
Graubünden
(568
m)
mit
der
Älpli-Bahn
hinauf
auf
1.801 m
zur
Jeninser
Alp.
Den
Weg
folgend
bis
zur
Alp
Ijes.
Dann
über
Grasrücken
Anstieg
zur
Hinteren
Grauspitze.
Über
einen
Grat
geht
es
dann
hinab
und
hinauf
zum Gipfel der Vorderen Grauspitze.
Unsere Abstiegsroute:
Wie Aufstiegsroute, dann über ein Geröllfeld und einer Steilstufe zurück zum
ausgeschilderten Weg.
Anstrengung:
Bergwanderung mit abschließenden alpinen Teil (T2 – T4). Nach dem Übergang
von der Hinteren Grauspitze zum Gipfel der Vorderen Grauspitze einfache
Kletterstellen.
Ausrüstung:
Hochgebirgsausrüstung.
Gefahren:
Wenig
festes
Gestein
am
Westgrat
der
Hinteren
Grauspitze
.
Absturzgefahr
bei
Vereisung möglich.
Bemerkungen:
Bei
Benutzung
der
Alpli-Bahn
ist
diese
Aufgrund
der
limitierten
Transportkapazitäten
(max.
32
Personen
je
Stunde)
unbedingt
vorher
zu
reservieren.
Im Reisetagebuch geblättert
(Sonnabend, 23.08.2014)
Nach rauschender Nacht - Aufstieg auf die Grauspitze
Die
Nacht
im
Heidiland
war
für
meine
sensiblen
Lauscher
berauschend.
Nicht
Alkohol
war
im
Spiel,
sondern
der
Gletscherfluss
Landquart,
der
mit
Getöse
vor
der
Haustür
seinem
Weg
in
den
Rhein
folgt.
Nach
dem
morgendlichen
Prozedere
fahren
Danny
und
ich
nach
Malans
zur
Talstation
der
Älplibahn.
Pünktlich
wie
ein
Schweizer
Uhrwerk
geht
es
ab
7:15
Uhr
mit
der
Luftseilbahn
1.200 m
hinauf
bis
auf
das
Älpli
am
Vilan.
Nach
14
Minuten
ist
die
Bergstation
der
kleinen
durch
einen
Verein
betriebenen
Pendelbahn
erreicht.
Die
Tour
der
beiden
Sachsen
zum
höchsten
Berg
des
Fürstentum
Liechtenstein
beginnt
auf
einer
Höhe
von
1.801 m.
Wir
folgen
der
Beschilderung
zum
Fläscher
Tal.
Da
Fläscher
Tal
nicht
Fläscher
Alp
ist,
wir
jedoch
den
Kuhfladen
zur
Alp
folgen,
bleibt
eine
Wegkorrektur,
d. h.
ein
Umweg,
nicht
aus.
Wieder
auf
dem
rechten
Pfad
geht
es
bis
zum
Abzweig
zur
Alp
Ijes.
Nach
steilem
Fahrweg
und
der
Durchquerung
von
zwei
Tunneln
stehen
Danny
und
ich
neben
einigen
Rindviechern
im
abgelegenen
Talkessel
der
Alp.
Weglos
führt
uns
das
GPS-Gerät
über
einen
steilen
Grasrücken
auf
2.300 m.
Von
dort
geht
es
über
Schrofen
und
Geröll
den
Südostgrat
auf
2.574 m
hinauf
zur
Hinteren
Grauspitze.
Auf
dem
Gipfel
des
zweithöchsten
Berges
von
Liechtenstein steht ein großes Kreuz. Ohne Rast geht es weiter.
Direkt
hinter
dem
Gipfelkreuz
beginnt
der
Übergang
zur
Vorderen
Grauspitze.
Steil
fällt
der
Grat
in
brüchigem
Blockgelände
etwa
80 m
ab.
Beim
Abklettern
brechen
immer
wieder
kleine
Steine
aus
der
Bergflanke.
Nach
etwa
20
Minuten
ist
das
Joch,
der
tiefste
Punkt
des
Grates,
erreicht.
Ein
Vorgipfel
wird
überwunden,
dann
erreichen
Danny
und
ich
nach
vier
Aufstiegsstunden
den
kleinen
Steinhaufen
auf
der
Vorderen
Grauspitze
in
2.599 m.
Unter
den
Steinen
ist
eine
Metallkassette
mit
dem
Gipfelbuch
verborgen.
Nach
den
obligatorischen
Fotos
tragen
wir
uns
in
das
Gipfelbuch
ein
und
genießen,
soweit
es
die
Atmosphäre
zulässt,
den
Rundblick
über
die
Berge
des
Rätikons.
Die
aufziehenden
Regenwolken
mahnen
zur
Umkehr.
Der
Abstieg
führt
zwischen
den
beiden
Grauspitzen
steil
über
ein
Schotterfeld
hinab
ins
Fläscher
Tal.
Im
abschüssigen
Gelände
gibt
es
einige
Überraschungen:
Eine
ca.
30 m
hohe
Steilstufe
bietet
wenig
Halt
und
muss
gemeistert
werden,
darüber
hinaus
liegen
im
Schotter
Granatenteile,
die
von
Schießübungen
der
Eidgenossen
stammen.
Ob
die
Geschosse
alle
explodiert
sind,
bleibt
ungewiss.
Am
Mittler
See,
umringt
von
Glocken
tragenden
Kühen,
fühlten
sich
die
sächsischen
Bergwanderer
wieder
sicher.
Nach
etwa
20 km
Wanderschaft
ist
die
Bergstation
der
Älplibahn
erreicht.
Wie
angemeldet
geht
es
um
16:30
Uhr
bergab.
Eine
halbe
Stunde
später
werfe
ich
einen
Chip
in
den
Automaten
des
Duschraumes
und
freue
mich
des
Lebens
unter
der
Dreiminutenbrause.
Zum
Abendessen
leisten
sich
Danny
und
Erich
eine
Bratwurst
und
ein
Bier.
In
der
Eishalle
Grünsch,
die
direkt
vor
der
Tür
liegt,
mischen
wir
uns
unter
die
Besucher
des
Eishockeyspiels
HS
Prättigau
gegen
den
EHC
Chur.
Das
stimmungsvolle,
mitunter
harte
Spiel
mit
der
Hartgummischeibe
endet
4:6
für
Chur.
Um
21:00
Uhr
geht es in die Koje, denn richtig nett ist es erst im Bett.