© Erich Arndt
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Gunnbjorns Fjeld Gunnbjorns Fjeld  Pico del Teide Pico del Teide
  
   880 m
Letzte Aktualisierung: 06.07.2021
GIPFELBLICKE
Mount Paget Mount Paget Ponta do Pico Ponta do Pico Mount Scenery Mount Scenery Mountain Hiker
Geografie: Der   Slættaratindur   liegt   ganz   im   Norden   der   zweitgrößten   Insel   Eysturoy   an   der Straße zwischen Eiði im Westen, Gjógv im Nordosten und Funningur im Osten. Aufstiegsroute: Der Aufstieg startet auf einem kleinen Parkplatz auf der Passhöhe Eðdisskarð. Nach der Übersteigung eines Weidezauns geht es einem Pfad folgend auf der Südflanke des Berges empor. Abstiegsroute: Wie Aufstieg. Anstrengung: Leichte Bergwanderung; im oberen Bereich ist Blockkletterei erforderlich. Ausrüstung: Wander- bzw. Trekkingschuhe, Wetterschutzkleidung. Gefahren: Wetterverhältnisse können sich schnell ändern. Wegefindung ist bei Nebel erschwert.
Europas ferne Gipfel
Slættaratindur
Die 18 Färöer-Inseln Slættaratindur Slættaratindur Blick auf den Slættaratindur Der Gipfel ist erklommen Da geht`s hoch GPS-Track der Aufstiegsroute Einstieg zum Aufstieg Der Austernfischer (Tjaldur) ist der färöische Nationalvogel Der Aufstiegspfad ist deutlich zu erkennen Noch ist die Straße und der Parkplatz zu erkennen Fast schon ein Gipfelblick Die Querpassage ist etwas flacher Der Pfad endet an den Felsen, die Kraxelei beginnt Über einige Blöcke gehts mit Handanlegen hinauf Der Gipfelaufbau ist noch zu meistern Brigitte hat es gleich geschafft Hurra, ich habe es geschafft Derr Gipfel ist flach wie der Name  Slættaratindur sagt Ein Plätzchen für die Gipfelrast; Brigitte öffnet einen Geocach Bei diesem Wetter ist Freude angesagt Erinnerungsfoto vom Slættaratindur Gipfelblick vom Slættaratindur
Im Reisetagebuch geblättert (Mittwoch, 30.06.2021)                                                                                                               Bergwanderung unter dem Himmel der Schafsinseln
Durch   starken   Nebel   bedingt,   wurde   der   geplante   Helikopterflug   zur Insel   Mykines   am   Vormittag   gecancelt.   Am   Nachmittag   hat   sich   der Dunst    aufgelöst,    sodass    Brigitte    und    ich    auf    Inselfahrt    gehen.    Als sinnwörtlicher   Höhepunkt   der   Tour   steht   die   Besteigung   des   höchsten Berges    des    Archipels,    des    880    m    hohe    Slættaratindur,    auf    dem Programm. Von   Quartierort Tórshavn   aus   fahre   ich   zunächst   etwa   35   km auf   der   Insel   Steymoy   nach   Norden.   Über   eine   Brücke   geht   es   zur Nachbarinsel    Esturoy    hinüber.    Bis    zum    kleinen    Küstenort    Eiði    sind weitere   13   km   zu   fahren.   Diese   Landschaft   auf   den   Färöer   hat   nichts   mit Dänemark   zu   tun.   Die   sanften   von   der   Eiszeit   geprägten   Moränenhügel dort   sind   ein   Gegensatz   zu   den   rauen   Bergen   hier,   die   hunderte   Meter aus dem Meer aufsteigen und sich zu den Inseln zusammenreihen. Kurz   vor   Eiði   biegt   rechts   eine   Bergstraße   zur   Passhöhe   Eðdisskarð   ab. Die   Straße   ist   schmal,   sodass   man   vorausschauend   fahren   muss.   Da   es zahlreiche   Ausweichstellen   gibt,   treten   jedoch   keine   Probleme   mit   dem Gegenverkehr    auf.    Nach    etwa    3    km    Fahrt    zeigt    sich    erstmals    der Höchste   der   Färöer   von   der   Westseite.   Das   Wetter   ist   ausgezeichnet, sodass   die   Hoffnung   auf   eine   Fernsicht   von   Gipfel   aus   besteht.   Die Passhöhe   Eðdisskarð   (392   m)   mit   dem   kleinen   Parkplatz   ist   nach   7   km Fahrt    auf    der    Bergstraße    erreicht.    Um    14:15    Uhr    ist    der    Rucksack geschultert, der Aufstieg beginnt. Über   eine   Sprossenleiter   wird   ein   Weidezaun   überstiegen,   dann   geht   es direkt   die   Südflanke   des   Berges   empor.   Die   Wegfindung   ist   im   Sommer nicht   schwer,   denn   der   Berg   ist   schneefrei.   Die   fehlende Ausschilderung ersetzt ein sichtbarer Pfad, der durch moos- und steinbesetzte Grashänge stetig   ansteigend   nach   oben   führt.      Neben   uns   sind   nur   sehr   wenige Bergwanderer   auf   Tour.   Die   Landschaft   ist   erfüllt   von   den   Lauten   der Natur. Es sind vor allem Vögel, die ungeschützt im Gras nisten. Die   Bergseite   des   Slættaratindur   ist   mit   zwei   auffälligen   Felsbändern
durchzogen.     Das     erste     Band     überwinden     wir     über     stufige Graspolster.     Das     zweite     Felsband     ist     etwas     anstrengender     zu meistern,   denn   es   geht   über   Felsblöcke   und   Schotter   empor.   Die Orientierung   ist   durch   Steigspuren   und   durch   einige   Steinmännchen gegeben.   Im   oberen   Teil   wird   es   dann   etwas   flacher.   Der   Pfad   macht einen   Bogen   nach   Westen.   Die   Wegfindung   ist   zum   Teil   erschwert, denn   es   gibt   hier   einen   Pfad,   der   plötzlich   im   unwegsamen   Gelände endet.     Weitere     Aufstiegsminuten     vergehen     bis     ein     blockiger Felsabsatz   zum   Aufstieg   gefunden   ist.   Mit   Handanlegen   wird   der Absatz   überwunden.   Dann   ist   auch   schon   der   unmittelbare   blockige Gipfelaufbau   zu   sehen.   Zehn   Minuten   später   stehen   Brigitte   und   ich auf   dem   Gipfelplateau   und   fallen   uns   vor   Freude   in   die   Arme.   Das Wetter   auf   den   Färöer-Inseln   ist   unberechenbar,   doch   heute   ist   das Glück   auf   unserer   Seite.   Die   Sonne   scheint,   es   ist   windstill   und   beste Fernsicht   ist   gegeben.   Auf   dem   880   m   hohen   Plateau   befinden   sich ein     aus     Felsblöcken     errichteter     Windschutz     und     zahlreiche Steinmännchen.   Der   Blick   schweift   zu   den   umliegenden   Fjorden   und Bergen.     In     einigen     Tälern     hat     sich     Nebel     gesammelt,     der kontrastreich   die   Landschaft   wie   auf   einem   Gemälde   präsentiert.   Der Slættaratindur   („flacher   Gipfel“)   –   wird   seinem   Namen   gerecht.   Der Gipfel   ist   flach   und   hat   etwa   die   Größe   eines   Tennisplatzes.   Nach etwa   30   Minuten   Rast   beginnt   der Abstieg.   Doch   das   ist   gar   nicht   so einfach:    Vor    lauter    Steinmännchen    und    Steinkreisen    auf    dem Gipfelplateau    ist    der    Einstieg    in    den    Abstieg    nicht    sogleich    zu finden.   Schließlich   zeigt   uns   eine   Färingerin   eine   Kante   über   die   es am   bequemsten   hinabgeht.   Der   Rückweg   zum Auto   nimmt   etwa   eine Stunde   in   Anspruch.   Nun   geht   es   den   weiteren   Natur-Highlights   in den   Dörfern   Gjógv,   Eiði   und   Saksun   sowie   dem   Wasserfall   Fossa entgegen.